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Weiterbildungen im Ausland. Urlaub & Entspannung?

Weiterbildung im Ausland

Weiterbildung und Auslandserfahrung – in vielen Branchen wird beides vorausgesetzt. Warum also nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und die nächste Weiterbildung im Ausland machen?

Eine praxisorientierte Weiterbildung in einem russischen Unternehmen klingt erst einmal ähnlich aufregend wie ein Aufenthalt von Nachwuchsführungskräfte in Brasilien. Doch warum nicht die Vermittlung nützlicher Kompetenzen mit einem Aufenthalt im Ausland verbinden? International agierende Unternehmen setzen auf Mitarbeiter, die sich mit den Gepflogenheiten anderer Länder auskennen – aber auch auf Kollegen, die durch Weiterbildungen bewiesen haben, dass sie immer auf dem neuesten Stand der Branche bleiben möchten.

Hilfe bei der Organisation der Weiterbildung

Eine Weiterbildung im Ausland will gut durchdacht sein. Was viele nicht wissen: Eine Reihe von Organisationen bieten Unterstützung bei der Finanzierung und der Organisation an.

Erste Anlaufstelle für Interessenten an einer Weiterbildung im Ausland ist die „Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH“ (Inwent gGmbH), die seit 2011 Teil der „Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit“ (GIZ) ist. Das weltweit tätige Unternehmen arbeitet im Auftrag der Bundesregierung, der deutschen Wirtschaft und der Bundesländer. Im Rahmen verschiedener Programme vergibt Inwent Stipendien für berufliche Weiterbildung und Praktika im Ausland.

In der Programmdatenbank der Informations- und Beratungsstelle (IBS) der Inwent gGmbH finden sich rund 200 Angebote von über 70 Anbietern, mit denen sich fast die gesamte Welt erschließen lässt. Um die Förderung bewerben können sich Azubis, Studenten, junge Berufstätige und Nachwuchsmanager zwischen 18 und 35 Jahren  – und so z.B. bei einer dreiwöchigen Fortbildung in Russland „live“ in russischen Unternehmen dabei sein. Aber auch Betriebe, die selber Fortbildungsmaßnahmen im Ausland planen möchten, erhalten hier Unterstützung.
Auch die deutschen Außenhandelskammern bieten an ihren Standorten im Ausland verschiedene Programme zur beruflichen Weiterbildung an. 20.000 Teilnehmer nehmen jährlich an den Weiterbildungsangeboten für Fach- und Führungskräfte teil. Für weitere Informationen können Sie sich an die deutsche Außenhandelskammer Ihres jeweiligen Ziellandes wenden.

Trends und Standards werden im Ausland gesetzt

Ganz oben auf der Hitliste der Fortbildungsziele steht Nordamerika. Die erste Adresse, wenn es um Zukunftstechnologien geht, ist Asien. Wer nur wenige Wochen im Ausland verbringen möchte, wählt meist eines der EU-Länder.

Wie lässt sich eine Weiterbildung im Ausland finanzieren?

Die Kosten für eine Weiterbildung im Ausland unterscheiden sich je nach Programm. Einige Programme konzentrieren sich auf die Förderung von jungen Berufstätigen, andere z.B. auf die von Handwerkern mit abgeschlossener Ausbildung, andere nur auf bestimmte Regionen. Hier finden Sie einige Beispiele.

Förderprogramme

Die Europäische Union fördert mit dem Programm Leonardo da Vinci Weiterbildungsaufenthalte im Ausland. Sowohl Azubis, bereits berufstätige Arbeitnehmer und Hochschulabsolventen als auch Ausbilder und Fachkräfte der beruflichen Aus- und Weiterbildung profitieren von dem Programm. Eine Altersbegrenzung gibt es dabei nicht. Die derzeit verfügbaren Stipendien werden in einer Datenbank angezeigt.
Wenn Sie bereits erfolgreicher Jungunternehmer sind oder planen, Ihr eigenes Unternehmen zu gründen, bietet sich das Programm Erasmus für Jungunternehmer an. Damit können Jungunternehmer bis zu sechs Monate in einem anderen EU-Land von den Kenntnisse eines erfolgreichen Unternehmensleiters profitieren. So können Sie Erfahrungen austauschen und Zugang zu neuen Märkten erlangen.

Das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses vergibt Stipendien für einen Arbeitsaufenthalt in den USA an junge Berufstätige zwischen 16 und 24 Jahren. Dieser sieht Unterricht in einer Bildungsstätte und ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb vor. Ein Stipendium umfasst die Reise- und Programmkosten und die notwendigen Versicherungskosten. Bundesweit stehen 360 Stipendien zur Verfügung.

Das Heinz Nixdorf Programm zur Förderung der Asien-Pazifik-Erfahrung ermöglicht jungen Nachwuchsführungskräften sechsmonatige Berufspraktika in asiatischen Ländern.

Junge Handwerker aufgepasst: In Frankreich auf Wanderschaft gehen

Ein besonderes Weiterbildungs-Highlight bietet sich jungen Handwerkern mit abgeschlossener Ausbildung. Die Compagnons du Devoir sind eine französische Wandergesellenvereinigung, die Handwerker bis 23 Jahren unterstützt, wenn diese zwei bis drei Jahre lang in Frankreich auf Wanderschaft gehen möchten. Die Ausbildung findet in einem von 90 Häusern in Frankreich statt, in dem die Gesellen, schlafen, essen und sprachlich gebildet werden.

Berufstätige und Unternehmer aus dem Handwerk können sich bei der Initiative „Let´s Go“ über weiterbildenden Auslandsaufenthalte informieren. Die Datenbank enthält zahlreiche Förderprogramme.


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