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Fachwirt für Online Marketing – Chancen und Perspektiven

Die Weiterbildung zum Fachwirt für Online Marketing bietet optimale Karriereperspektiven in einer Branche mit großem Wachstumspotential. Robin Heintze hat als Experte in Sachen Online Marketing den Weg in die Selbständigkeit gewagt und gibt sein Know-how als Dozent für Suchmaschinen Marketing mit Google AdWords weiter. Im Interview mit bildungsxperten berichtet er über die Weiterbildung und die Perspektiven von Online Marketing Fachwirten.

Herr Heintze, Sie sind Geschäftsführer Ihres Unternehmens morefiremedia GmbH in Köln und arbeiten als Dozent für den Fachwirt Online Marketing an der Westdeutschen Akademie für Kommunikation (WAK).  Beschreiben Sie bitte kurz Ihren Werdegang.

Nach meiner Ausbildung zum Werbekaufmann habe ich im Bereich Online Marketing in einer Werbeagentur gearbeitet. Danach bin ich auf Kundenseite zum Verlag für die Deutsche Wirtschaft gewechselt.

Dort habe ich zusammen mit meinem jetzigen Geschäftspartner Sascha Klapetz in einem Verlagsbereich das  Online Marketing aufgebaut. Daneben haben wir berufsbegleitend an der Fresenius FH Medienwirtschaft studiert. Nach Abschluss des Studiums haben wir morefiremedia gegründet. Hier beraten und betreuen wir Kunden aus allen möglichen Branchen in den Bereichen Suchmaschinen- und Facebook-Marketing sowie Website-Erstellung und –Optimierung.

Wie sind Sie zu Ihrer Tätigkeit als Dozent an der WAK gekommen?

Ganz einfach: Ich habe mich beworben. Die WAK hat zu der Zeit einen Dozenten für den Bereich Suchmaschinen Marketing gesucht. Da ich seit einigen Jahren Kampagnen betreue und Seminare in dem Bereich halte, klang das verlockend.

Ihr Fachgebiet ist Suchmaschinen-Marketing mit Google AdWords. Welchen Stellenwert hat dieses Gebiet in der Weiterbildung?

Es gibt bereits einige große Konferenzen, sowie viele Seminare und Workshops zu dem Thema. Wir machen regelmäßig mit Kunden eigene Workshops, wo wir die Mitarbeiter schulen. Die Nachfrage danach ist sehr groß.

Die digitale Wirtschaft ist einem ständigen Wandel unterworfen. Wie stellen Sie sicher, dass die Inhalte Ihrer Weiterbildung stets aktuell bleiben?

Im Interview

Robin Heintze, Dozent für Suchmaschinen Marketing an der Westdeutschen Akademie für Kommunikation.

Robin Heintze

Dadurch dass ich selber einige Kampagnen betreue, beschäftige ich mich eigentlich jeden Tag mit Google AdWords. Die Entwicklung in diesem Bereich schreitet extrem schnell voran, Google hat alleine in den letzten Monaten eine Vielzahl an neuen Möglichkeiten und Funktionen ergänzt. Diese Aktualisierungen und Erkenntnisse aus der täglichen Praxis bei uns in der Agentur fließen auch in alle Seminare und Workshops mit ein. In den Vorlesungen in der WAK erstelle ich mit den Studenten zusammen immer eine Beispiel-Kampagne für einen echten Kunden. Das garantiert maximale Praxisnähe.

Wie schätzen Sie die Berufsperspektiven für Fachwirte Online Marketing ein? Was halten Sie neben der Weiterbildung noch für ausschlaggebend für die Karriere im Online Marketing?

Im Bereich Online Marketing herrscht aktuell ein Fachkräftemangel. Viele Unternehmen suchen händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern. Das große Problem hierbei ist, das praktische Erfahrungen durch nichts zu ersetzen sind. Ein Studium kann eine gute Basis darstellen. Viel wichtiger aber ist die Praxis.
Für ein berufliches Weiterkommen ist neben der Weiterbildung meiner Meinung nach die Vernetzung entscheidend. Die Branche ist sehr lebendig und kommunikativ. Durch den Austausch mit Branchenkollegen erfährt man oft Tipps und Tricks, für die man sonst sehr viel Lehrgeld hätte zahlen müssen.

Welche berufsübergreifenden Fähigkeiten und Soft Skills sind in dieser Branche besonders wichtig?

Online Marketing ist ein sehr komplexes, datengetriebenes Geschäft. Daher sind eine gewisse Zahlenaffinität und analytisches Denken sehr wichtig. Dazu ist es hilfreich, kommunikativ zu sein.

Sie haben selbst den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Wie kam es dazu und welchen Tipp können Sie Interessierten mit auf den Weg geben?

Bereits im Angestelltenverhältnis konnten wir sehr frei arbeiten, viel testen und neue Dinge aufbauen. Da war die logische Konsequenz, dass wir das noch ausbauen wollten. Wir haben dann angefangen, an einem Business Plan zu basteln und die Idee nahm immer mehr Gestalt an.
Für uns war es bei der Gründung hilfreich, dass wir auf ein großes Netzwerk an Kontakten zurückgreifen konnten. Sowohl potentielle Kunden, als auch Dienstleister und Partner, die wir schon länger kennen und mit denen wir vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Dieses Netzwerk ist bis heute wertvoll und wichtig für uns.
Wichtigste Lektion aber: Auf den Bauch hören, der hat eigentlich immer recht.

Welche Trends zeichnen sich in der Internetbranche ab und wo sehen Sie derzeit das größte Potenzial für neue Geschäftsmodelle?

Meiner Meinung nach am spannendsten ist die Entwicklung im Display und im Mobile Sektor.

Die Bewertung von Facebook an der Börse macht es deutlich: Als Facebook angekündigt hat, dass sie an einer Monetarisierung der Mobile-Nutzer arbeiten, hat der Aktienkurs einen Sprung gemacht. Der Zugriff von Smartphones wächst weiter stark. Der Markt in Sachen App-Programmierung entwickelt sich zügig, aber im Bereich Vermarktung dieser ist noch viel Luft nach oben.
Im Display Bereich ist Real Time Bidding nach wie vor noch lange nicht ausgeschöpft. Gleiches gilt für Online-Video Werbung.


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