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Der Rundum-Studienratgeber für einen gelungenen Start in das Studentenleben

Mit dem Oktober begann auch in diesem Jahr wieder das Wintersemester an den meisten deutschen Universitäten. Gerade für die Erstsemester, die ihr Studium beginnen, ist dies eine Zeit der Spannung, Vorfreude, aber auch der Unsicherheit. Aus diesem Anlass finden Sie im Nachfolgenden einige wertvolle Tipps für einen gelungenen Start in das Studentenleben.

Sie sollten den Semesterstart nicht verschlafen

Als Neustudent sind Sie mit vielen wichtigen Aspekten und Informationen noch nicht vertraut. Hinzu kommt, dass viele wesentliche Dinge an Fristen und Termine gebunden sind, wie etwa die Anmeldung zu Lehrveranstaltungen. Daher ist es notwendig, sich rechtzeitig die relevanten Informationen zu besorgen.

Dazu besuchen Sie zum Beispiel die Begrüßungs- und Einführungsveranstaltungen, die in der Regel von allen Universitäten angeboten werden. Dabei lernen Sie auch gleich den AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss), die verschiedenen Fakultäten und die jeweiligen Fachschaften kennen. Der große Vorteil liegt allerdings darin, dass Sie über die üblichen Irrtümer und Fallstricke aufgeklärt werden und Fragen stellen können, falls etwas noch nicht ganz klar ist. Außerdem ersparen Sie sich auf diese Weise oftmals die Lektüre von trockenen Studienordnungen, erhalten sämtliche Informationen aus erster Hand und profitieren von Erfahrungsberichten.

Gleichzeitig bieten diese Veranstaltungen die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen und sich ein Netzwerk aufzubauen, was besonders bei neu zugezogenen Studenten essenziell ist. Sollten Sie nicht bereits einen Termin in den Immatrikulationsunterlagen zugeschickt bekommen haben, finden Sie Informationen dazu auch auf den entsprechenden Internetseiten und Aushängen in den Instituten.

Wer soll das alles bezahlen?

Die Frage nach der Finanzierung des Studiums sollte natürlich vor Studienbeginn beantwortet sein. Hierbei gibt es eine Handvoll klassischer Möglichkeiten.

1. Die Eltern bezahlen das Studium

Wenn Sie hinter diesen Punkt einen Haken machen können, sind Sie zunächst einmal fein raus. Aber zur Vermeidung von Irritationen sollte mit den Eltern klar abgesprochen sein, mit welchen Beträgen und welchen Bedingungen zu rechnen ist. Gerade bei getrennt lebenden Eltern wird, was die Unterhaltsleistungen betrifft, eine juristische Dimension aufgeworfen, die frühzeitig zu klären ist.

2. Finanzierung durch BAföG

Für Studierende, deren Eltern nicht oder nicht ausreichend zur finanziellen Unterstützung in der Lage sind, gibt es Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG. Auch was das betrifft, sollten Sie sich entsprechend früh darum kümmern. Denn zur Gewährung dieser Leistung sind eine Vielzahl von Nachweisen und Bescheinigungen der Eltern notwendig. Auch hier gilt der Hinweis, dass es bei getrennt lebenden Eltern zu Schwierigkeiten und Problemen kommen kann. Außerdem nimmt die Bearbeitung des Antrages in der Regel einige Zeit in Anspruch. Um Finanzierungslücken zu vermeiden, sollte der Antrag ab dem Zeitpunkt der Immatrikulation gestellt sein und alle notwendigen Unterlagen vorliegen.

3. Finanzierung durch Arbeit, Kredite, Stipendien und Mischformen

Viele Studierende wollen oder müssen neben dem Studium arbeiten, um sich zusätzliches Geld zu verdienen oder um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Hierbei kommt es entscheidend darauf an, die Studienzeiten mit den Arbeitszeiten zu koordinieren. Sollten Sie regelmäßig neben dem Studium arbeiten oder lieber nur in den Semesterferien? Für Studenten gibt es grundsätzlich eine Vielzahl von Jobangeboten. Viele davon werden dabei direkt in der Uni ausgehängt. Auch die Universität selbst bietet eine Vielzahl von Studentenjobs als studentische Hilfskraft innerhalb der Fachschaften.

Für manche Studenten kommt die Beanspruchung eines Kredits infrage. Hinzu kommt eine Reihe von Stiftungen und staatlichen Einrichtungen, die gerade für Hochbegabte, aber auch für andere Studierende Unterstützungsleistungen in Form von Stipendien anbieten.

In einer Vielzahl der Fälle ergeben sich diverse Mischformen bei der Finanzierung des Studiums. Gerade was den Hinzuverdienst durch Arbeit betrifft, gibt es jedoch einige gesetzliche Bestimmungen zu beachten, etwa Verdienstobergrenzen beim Bezug von Kindergeld oder BAföG.

Die Wohnungssuche

Auch um die eigene Unterkunft sollten Sie sich frühzeitig kümmern. Klassische Wohnformen für Studenten sind die WG oder das Studentenwohnheim. Anzeigen für WG-Zimmer finden Sie häufig am schwarzen Brett der Universität oder der einzelnen Fakultäten.

Ein weit verbreitetes Problem in Studentenstädten ist der häufig teure Wohnraum. Selbst für kleine WG-Zimmer werden zum Teil stattliche Beträge gefordert. Hierbei bieten sich einige Alternativen an. So ergibt es zum Beispiel Sinn, an den günstigeren Stadtrand zu ziehen oder auch für die Dauer des Studiums im Elternhaus zu verbleiben.

Spartipps für Studenten

Mit dem Einzug in ein Wohnheim können Studenten bereits hinsichtlich der Unterkunft einiges an Geld sparen. In Hamburg gibt es ein möbliertes Einzelzimmer mit Bad zum Beispiel ab 250 Euro. Im Gegensatz dazu zahlen Sie jedoch für eine Einzimmerwohnung mit rund 40 Quadratmetern mindestens 400 Euro. Um sich für ein Zimmer im Wohnheim zu bewerben, kontaktieren Sie am besten das jeweilige Studentenwerk. Hier werden Ihnen alle wichtigen Informationen zu den Zimmern selbst sowie zu den benötigten Unterlagen gegeben.

Wenn Sie häufig mit dem ÖPNV unterwegs sind, können Sie als Student das Semesterticket nutzen. Dieses erhalten Sie in der Regel zusammen mit Ihren Immatrikulationsunterlagen. Extra kaufen müssen Sie das Ticket nicht, da es mit der Zahlung des Semesterbeitrags abgeglichen ist. Je nach Universität und ÖPNV-Anbieter lässt sich damit das jeweilige Stadtgebiet und sogar das Umland kostenfrei erkunden.

Darüber hinaus dient der Studentenausweis häufig als Rabattkarte bei vielen Einrichtungen und Veranstaltungen. So erhalten Sie zum Beispiel in Kinos, Zoos, Museen oder auch auf Messen Eintritt zu einem ermäßigten Preis.

Das Auslandssemester

Ein Auslandssemester oder ein Auslandsjahr zu absolvieren, ist in vielerlei Hinsicht eine bereichernde Erfahrung. In der heutigen Berufswelt gibt es zunehmend auch Branchen und Bereiche, wo eine solche Erfahrung geradezu verlangt wird. Hierbei gibt es verschiedene Austauschprogramme und Einrichtungen, von denen Sie als Student profitieren können.

Alle Universitäten haben mindestens eine Partneruniversität im Ausland und ein entsprechendes Auslandsprogramm. Zudem gibt es innerhalb der europäischen Union das sogenannte Erasmus-Austauschprogramm. Weitere Möglichkeiten bieten die Austauschprogramme des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes, kurz DAAD. Außerdem besteht auch die Möglichkeit, sich direkt bei einer Auslandsuniversität seiner Wahl zu bewerben.

Was die Kosten betrifft, können Sie für Ihr Auslandsemester ein elternunabhängiges Auslandsbafög beantragen oder sich – bei entsprechender Qualifikation – um ein Stipendium bewerben. Der DAAD bietet hier eine gute Übersicht an. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, als „assistant teacher” ins Ausland zu gehen. Solche Programme werden gerade im anglo-amerikanischen Raum häufig angeboten. Während des Auslandsstudiums arbeiten Sie beispielsweise als Lehrer an einer Schule, können sich damit finanzieren und gleichzeitig einen weiteren Pluspunkt für den eigenen Lebenslauf verschaffen.

Um alle Tipps und Spartricks in vollem Umfang nutzen zu können, können Sie weiterführende Informationen in diesem Studentenratgeber einsehen.


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