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Sinnvoll überbrücken statt Däumchen drehen: Die Zeit vor der Ausbildung

Die Zeit bis zur Ausbildung- überbrücken

Die Schule ist geschafft und Sie haben bereits einen Ausbildungsplatz ergattert? Die Zeit bis zum Ausbildungsstart kann man faulenzend verbringen und die Füße hochlegen – oder sinnvoll nutzen und die eigenen Qualifikationen erweitern.

Zwischen dem Abitur oder anderen Schulabschlüssen und dem Start in die Ausbildung liegen oft mehrere Wochen, wenn nicht noch mehr. Um diese Zeit zu nutzen und sinnvoll zu überbrücken, stehen Schulabgängern zahlreiche Möglichkeiten offen, von denen sie nicht nur beruflich profitieren. Aber auch wer vielleicht noch auf der Suche nach der passenden Ausbildung ist, sich noch mitten im Bewerbungsverfahren befindet oder auch wer nur Absagen bekommen hat und die nächste Ausbildungsphase abwarten muss, sollte seine Zeit nicht verschwenden. Wir stellen die besten Überbrückungsoptionen vor.

Praxiserfahrung mit Praktika

Der ideale Weg, um schon einmal den zukünftigen Beruf besser kennenzulernen, sind Praktika. Nehmen Sie jedoch nicht das erstbeste Praktikum an, sondern achten Sie darauf, dass es mit Ihrer Ausbildung bzw. beruflichen Zielen in Zusammenhang steht. Sie haben dabei nicht nur die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen zu sammeln, sondern erhalten so auch eine zusätzliche berufliche Qualifikation. Je nach Praktikum können Sie sich nicht zuletzt etwas dazu verdienen und liegen Ihren Eltern in der Zeit vor Ausbildungsbeginn nicht auf der Tasche. Je nachdem wieviel Zeit Sie bis zum Ausbildungsstart mitbringen, können Sie unterschiedlich lange Praktika absolvieren. Wichtig ist, dass Sie sich ein qualifiziertes Zeugnis ausstellen lassen, in dem Ihre Aufgaben genau dokumentiert sind. Dies wird sich nicht nur in Ihrem Lebenslauf gut machen, sondern Sie werden auch in der Ausbildung von der Berufserfahrung profitieren.

Sprachkenntnisse auffrischen

Wenn Sprachkenntnisse für Ihre Ausbildung und den zukünftigen Beruf besonders wichtig sind, bietet sich ein Auslandsaufenthalt mit einem Sprachkurs an. Dabei können Sie nicht nur Ihre Sprachkenntnisse auffrischen, sondern sammeln zusätzlich wichtige Soft Skills. Dazu gehören interkulturelle Kompetenzen, Anpassungsfähigkeit, Selbstständigkeit und nicht zuletzt Selbstbewusstsein. Fähigkeiten also, die auch für Ihre spätere Karriere wichtig sein werden und sich in jedem Lebenslauf gut machen. Ob Sie sich nun für einen Sprachkurs im Ausland, für ein Auslandspraktikum oder fürs Jobben im Ausland entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist auch hier, dass Sie sich den Auslandsaufenthalt oder Sprachkurse in jedem Fall bescheinigen lassen. Weitere Infos finden Sie über folgende Links:

Freiwilligenarbeit:

Mit einem freiwilligen Engagement tun Sie nicht nur Ihrem Lebenslauf etwas Gutes, sondern gleich auch Anderen. Soziales Engagement kommt bei Personalchefs immer gut an. Sie arbeiten dabei in Vereinen, für Projekte und Initiativen, in Selbsthilfegruppen oder sozialen Einrichtungen aktiv mit. In der Regel arbeiten Sie unbezahlt oder erhalten eine geringe Aufwandsentschädigung. Die Klassiker unter einer solchen Freiwilligenarbeit sind das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) oder auch das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ).

Jobben in der Branche:

Geld verdienen und nebenbei einer sinnvollen Aufgabe nachgehen, damit schlägt man als zukünftiger Azubi gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Natürlich kann es schwierig werden, bereits im Wunschberuf ohne eine Ausbildung einen Job zu finden. Dennoch ist es wichtig, dass der Job in jenem Bereich angesiedelt ist, in dem Sie Ihre Ausbildung absolvieren werden.
Möglichkeiten gibt es dabei viele. Streben Sie z. B. eine Ausbildung in der Gastronomie an, warum dann nicht kellnern und den Job und die Serviceabläufe von Grund auf kennenlernen. In nahezu jeder Branche können Sie als Aushilfe arbeiten. Klappern Sie also entsprechende Unternehmen oder Betriebe ab und machen Sie gleich deutlich, dass Sie in Kürze eine Ausbildung in der gleichen Branche beginnen. Das wirkt motiviert und engagiert.

Wenn Sie noch keinen Ausbildungsplatz haben…

Wer noch keinen Ausbildungsplatz hat, sollte nicht nur Däumchen drehen, sondern seine Qualifikationen weiter ausbauen. Neben den oben genannten Möglichkeiten wie Praktika, Auslandsaufenthalte und dem Jobben können zusätzliche Angebote wahrgenommen werden, die den Schritt zum perfekten Ausbildungsplatz erleichtern können. So bieten die Agenturen für Arbeit berufsvorbereitende Programme für diejenigen an, die nach der Schule keine Ausbildungsstelle erhalten haben. In den Programmen soll die berufliche Orientierung gefördert und der Einstieg ins Arbeitsleben erleichter werden. Dazu gehören der Aufbau einer dauerhaften Lern- und Leistungsmotivation sowie gezielte und individuelle Bewerbungstrainings. Nährer Informationen finden Sie bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit.

Wenn Sie für Ihre Wunschausbildung aktuell nicht qualifiziert genug sind, haben Sie auch die Möglichkeit, den nötigen Schulanschluss nachzuholen. Informieren Sie sich dazu unter:

Eine Brücke zur Berufsausbildung bieten ebenfalls Einstiegsqualifizierungen, die ebenfalls von der Bundesagentur für Arbeit angeboten werden. Dabei handelt es sich um ein bezahltes Praktikum für Jugendliche, die (noch) keine Ausbildungsstelle gefunden haben. In sechs bis zwölf Monaten kann dabei der Arbeitsalltag in einem Betrieb kennengelernt werden. Mögliche Branchen sind die Bereiche Bau, Wirtschaft und Verwaltung, Handel, Gastgewebe, Service, Lagerlogistik, Metall, Textil sowie Druck- und Elektroangebote. Teilnehmer erhalten vom Betrieb in der Regel eine monatliche Vergütung von 192 Euro.


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