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Die Top 10 der bestbezahlten Ausbildungen

Gehaltscheck Ausbildung

Binnenschiffer und Co – bildungsXperten stellt die Top 10 der bestbezahlten Ausbildungen vor und klärt, ob man in den Berufen auch nach der Ausbildung mehr verdient als in anderen.

Wer als Azubi richtig Geld verdienen möchte, sollte Binnenschiffer werden – denn die erhalten in West- und Ostdeutschland mit 978 Euro pro Monat das meiste Gehalt. Aber auch Berufe des Bauhauptgewerbes. wie z.B. Maurer werden tariflich hoch vergütet: Hier bekamen Azubis 2010 im Schnitt 725 Euro in den neuen Bundesländern, 916 Euro in den alten Bundesländern.

Wir haben die Top 10 der Ausbildungen, in denen Auszubildende am meisten verdienen, für euch zusammengefasst – in West- und Ostdeutschland. Die Berechnungsbasis sind die tariflichen Ausbildungsvergütungen, die angegebenen Vergütungen sind durchschnittliche Werte pro Monat.

Top 10 Ausbildungsvergütungen 2010 in Westdeutschland

Ausbildung

Vergütung

1. Binnenschiffer/-in 978 Euro
2. Maurer/-in 916 Euro
3. Mechatroniker/-in 843 Euro
4. Industrie-mechaniker/-in 841 Euro
5. Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen 837 Euro
6. Verwaltungs-fachangestellte/-r 747 Euro
7. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 714 Euro
8. Kraftfahrzeug-mechatroniker/-in 609 Euro
9. Koch/Köchin 601 Euro
10. Gärtner/-in 591 Euro
Top 10 Ausbildungsvergütungen 2010 in Ostdeutschland

Ausbildung

Vergütung

1. Binnenschiffer/-in 978 Euro
2. Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen 837 Euro
3. Mechatroniker/-in 823 Euro
4. Industrie-mechaniker/-in 803 Euro
5. Industrie-kaufmann/-frau 747 Euro
6. Verwaltungs-fachangestellte/-r 747 Euro
7. Maurer /-in 725 Euro
8. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 634 Euro
9. Medizinische/-r Fachangestellte/-r 573 Euro
10. Bürokaufmann/-frau 513 Euro

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung

Die drei Ausbildungsberufe, in denen Azubis am wenigsten verdienen sind Florist/-in, Friseur/-in und Maler/-in und Lackierer/in.

Die Top 1 unter der Lupe: Was macht eigentlich ein Binnenschiffer?

Die bestbezahlte Ausbildung zum Binnenschiffer ist zwar weniger bekannt als z.B. die zur Bürokauffrau, kann aber nach Nachweis der gesundheitlichen Eignung ebenso von eigentlich jedem absolviert werden. Voraussetzung ist in der Regel ein Haupt- oder Realschulabschluss. Zudem sind an Bord eines Schiffes Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist gefragt. Schließlich kann es vorkommen, dass man auf dem Schiff mehr als 24 Stunden mit seinen Kollegen auf engstem Raum zusammenlebt. Auch handwerkliches Geschick und technisches Interesse sollte man mitbringen.

Die Ausbildung zum Binnenschiffer dauert drei Jahre. Die praktische Ausbildung erfolgt an Bord eines Schiffes des Ausbildungsbetriebes, der theoretische Teil der Ausbildung erfolgt an der Schifferberufsschule. Dort muss der Schiffsjunge in jedem Ausbildungsjahr einen 12-14-wöchigen Lehrgang besuchen. Die Ausbildung endet mit der erfolgreich bestandenen Matrosenprüfung.

Derzeit gibt es in Deutschland zwei Schifferberufsschulen, eine in Duisburg-Homberg und eine in Schoenebeck (bei Magdeburg).

Aber was macht man als Binnenschiffer überhaupt?

Ein Binnenschiff ist ein Transportmittel für Massengüter wie Baustoffe oder Kohle. Moderne Binnenschiffe können über hundert Meter lang sein – die durchschnittliche Besatzung besteht jedoch aus nur drei Personen. Binnenschiffer sind oft wochenlang auf Flüssen und Kanälen oder großen Seen unterwegs. Zu ihren Tätigkeiten zählt das Führen und Steuern von Schiffen auf Binnengewässern, der Transport von Gütern und die Beförderung von Fahrgästen. So laden Binnenschiffer Güter im Hafen ein und arbeiten auf Deck und im Maschinenraum. Aber Binnenschiffer können auch in der Personenschifffahrt tätig sein, z.B. auf Fähren oder Ausflugsschiffen. Dann gehört die Mitnahme von Passagieren und die Betreuung von Fahrgästen zu ihren Aufgaben.

Binnenschiffer arbeiten meist im Schichtdienst und verbringen üblicherweise Tag und Nacht auf dem Schiff. Nur wenn sie in Häfen oder auf Fähren tätig sind können sie ihren Feierabend an Land zu Hause verbringen. Trotz modernster Technik ist auf dem Schiff viel anstrengende körperliche Handarbeit zu leisten.

Verdient man in den top-bezahlten Ausbildungen auch später im Beruf mehr?

Jeder, der eine der oben genannten Ausbildungen macht, fragt sich natürlich, ob er auch später im Beruf mehr verdient. Doch was verdienen Binnenschiffer? Wir haben recherchiert, wie die Gehälter in den oben genannten Ausbildungsberufen sind. Die Angaben richten sich nach Angaben des Berufenet der Bundesagentur für Arbeit für den jeweiligen Beruf und entsprechen, wenn nicht anders angegeben, der tariflichen Bruttogrundvergütung pro Monat.

  • Mechatroniker/-in: 2.516 bis 2.925 Euro
  • Industrie-mechaniker/-in: 2.455 bis 2.697 Euro
  • Bürokaufmann/-frau: 2.455 bis 2.697 Euro
  • Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen: 2.242 bis 2.563 Euro
  • Binnenschiffer: 2.200 bis 2.500 Euro
  • Mauerer/-in: 16,20 Euro in der Stunde
  • Verwaltungs-fachangestellte/-r: 2.180 bis 2.412 Euro
  • Kraftfahrzeug-mechatroniker/-in: 2.225 bis 2.376 Euro
  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 1.887 bis 2.207 Euro
  • Koch/Köchin: 1.861 bis 2.046 Euro
  • Gärtner/-in: 10,96 bis 12,60 Euro in der Stunde
  • Medizinische/-r Fachangestellte/-r: 1.424 bis 1.897 Euro

Im Vergleich dazu verdienen die schlecht bezahltesten Ausbildungsberufe wie folgt: Floristen verdienen zwischen 1.370 und 1.665 Euro, Friseure zwischen 1.300 und 1.703 Euro und das Gehalt von Malern und Lackierern liegt zwischen 2.181 bis 2.423 Euro.

Generell kann somit gesagt werden, dass die Berufe, die während der Ausbildung gut bezahlt werden, auch später gute Gehaltsaussichten bieten.


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